An einem schönen Sommerabend einen Spaziergang durch die Stadt zu machen, verliert nie seinen Reiz. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, Ihre Streifzüge noch spannender zu gestalten: Mit einer einfachen App für Ihr Smartphone erhalten Sie Zugriff auf Hunderte von versteckten Schätzen in ganz Åland.

Richtig! Wir sprechen von Geocaching, der modernen, auf Koordinaten basierenden Schatzsuche oder Schnitzeljagd, die die Suchenden an immer neue Orte führt.

Mariehamn ist eine Stadt voller Geheimnisse. Viele Caches sind hier zu finden. Aber was ist eigentlich ein Geocache? Über eine Homepage oder eine Smartphone-App können Koordinaten und Beschreibungen zu diesen versteckten Schätzen, sogenannte Caches, heruntergeladen werden.
Die Caches sind an historisch oder kulturell bedeutsamen Orten oder auch an landschaftlich reizvollen Plätzen versteckt.

In einem Cache liegt ein Logbuch zum Reinschreiben. Es kann auch kleine Gegenstände geben, die man mitnehmen darf. Dabei ist die einzige Regel, dass der Wert des Tauschgeschenks, das in den Behälter gelegt wird, gleich hoch oder höher ist als der Wert des Gegenstandes, den man mitnimmt.

Wir haben Geocaching zusammen mit Nell Cohen (18 Jahre), Dana Cohen (13 Jahre) und Ronja Nyman (12 Jahre) getestet.

Auf Schatz-Schnitzeljagd

kanon-mariehamn-hi-IMG_5779Wir beginnen bei „der Kanone“ in Mariehamn, in der Nähe von Gröna udden. Im Sommer ein landschaftlich reizvoller Platz, zu dem mehrere Wege führen.
Der Schwierigkeitsgrad des Geocaches liegt bei 2,5 von 5 und die Beschreibung lautet: „Tullarns äng ist ein schöner Weg im Zentrum von Mariehamn. Besonders im Frühling, denn dann gibt es hier jede Menge Blumen und Vögeln. In der Nähe des Geocaches befindet sich eine alte Kanone von der Festung Bomarsund. Außerdem gibt es in der Nähe des Geocaches zwei Badestrände, die beide ideal für Kinder sind.“
Die Mädchen durchsuchen erst einmal die Kanone. Ronja Nyman hebt Dana Cohen hoch, um zu sehen, ob der Cache in der Kanone liegt.
„Ich glaube, wir sind zu weit weg“, sagt Nell und geht in eine andere Richtung.
In der Nähe durchsuchen die Mädchen alles, was verdächtig aussieht. Geocaches können nämlich ganz unterschiedlich aussehen. Sie können sogar als Bestandteil der Landschaft oder Natur getarnt sein.
„Manchmal sind sie sehr versteckt. Sie können beispielsweise mit einem Magnet unter Gegenständen befestigt sein, man muss sehr aufmerksam sein. Sie dürfen nicht vergraben sein. Man muss darauf kommen können, wo sie sind“, erklärt Nell.

Gibt es beim Geocaching etwas, worauf man besonders achten muss?

„Man darf den Standort eines Caches nicht verändern und man darf nichts kaputt machen. Außerdem sollte man möglichst unauffällig sein, um die Stelle nicht zu verraten“, erklärt Nell Cohen.
Ungefähr fünf Minuten gehen alle aufmerksam auf dem Platz herum, an dem der Cache versteckt liegt, bis Dana aus Versehen dagegen stößt. So finden sie den Cache.
„Er war gut versteckt, aber als Dana dagegen stieß, haben wir ihn gefunden“, sagt Nell Cohen lachend.
„Dieser Cache war ziemlich schwierig. Man muss logisch denken und aufmerksam sein“, stellt Ronja Nyman fest.

Klettern in der Stadt

lotsberget-hi-IMG_4647Für den nächsten Cache, den die Mädchen anpeilen, gehen sie Richtung „Lotsberget“. Ein Ort in Mariehamn, der bereits mitten in der Natur liegt.
Der Schwierigkeitsgrad dieses Caches liegt zwar nur bei 1,5, dafür liegt der Geländefaktor bei 3 von 5.
„Ein traditioneller Cache auf dem Lotsberget oberhalb des Hafens. Nehmt einen Picknickkorb mit und genießt bei schönem Wetter die Aussicht“, lautet die Beschreibung.
„Wir müssen 200 m in den Wald“, stellt Nell Cohen fest und übernimmt die Führung.
Nach ungefähr 100 Metern steht die Gruppe vor einer Felswand. Sie fangen an zu klettern.
Auf dem Felsen angekommen, dauert es nicht lange, bis sie zu dem Platz kommen, den die Koordinaten angeben.
„Da ist er“, sagt Dana Cohen und zeigt darauf. Sie machen den Cache auf und schreiben reihum ins Logbuch.
„Der hier hat Spaß gemacht und war ziemlich leicht“, stellt Ronja Nyman fest.

Was ist das Beste am Geocaching?

„Man entdeckt Orte, an die man sonst vielleicht nie gegangen wäre. Außerdem erlebt man Neues“, erklärt Ronja.

Für wen ist Geocaching geeignet?

„Für alle, in allen Altersstufen. Für die ganze Familie.
Nell ist der Meinung, dass Geocaching hervorragend für Touristen ist.
„Da alle Caches an kulturell oder historisch interessanten Plätzen liegen, ist es die perfekte Art, eine Stadt zu erkunden. Auf diese Weise sieht man als Tourist gleichzeitig schöne Plätze“, erklärt sie.
„Geocaching ist eine schöne Abwechslung. Es ist eine tolle Aktivität mit Freunden“, erklärt Dana Cohen.

 

Gehen Sie folgendermaßen vor

1. Registrieren Sie sich auf www.geocaching.com.
2. Finden Sie Koordinaten über die Homepage.
3. Laden Sie die Koordinaten auf ein GPS-Gerät.

Smartphone
1. Besuchen Sie die Homepage und kontrollieren Sie, welche App zu Ihrem Telefon passt.
2. Laden Sie die App herunter.
3. Befolgen Sie die Anweisungen.


Wenn Sie ein Versteck finden (absichtlich oder nicht)
1. Machen Sie den Cache nicht kaputt.
2. Ändern Sie nicht den Standort.
3. Wenn Sie etwas mitnehmen möchten, müssen Sie etwas dalassen, was gleich viel oder mehr wert ist.
4. Schreiben Sie ins Logbuch.
5. Verraten Sie die Stelle nicht.

 

Text: Jannik Svensson/Åland Just Nu 6/2014. Die gesamte Veranstaltungszeitschrift und den Artikel finden Sie hier.

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