Die åländische Natur
Viele
Tausend Inseln, karge Küsten, glatte Felsrücken und windgepeitschte
Krüppelkiefern. Åland beherbergt viele faszinierende Naturformen und
die Nähe zu Meer und Küste prägt das gesamte Inselreich.
Die Landschaft der Hauptinsel wechselt zwischen Nadel-, Laub- und
Mischwald, Bauernland mit Äckern und Weiden und einer Form der
Laubgehölzwiesen, die typisch für Åland ist. Das milde Klima auf Åland
ist dem umschlieβenden Meer zu verdanken und zusammen mit der
fruchtbaren Erde bildet es die Voraussetzung für die auβerordentliche
Artenvielfalt der Flora und des Vogellebens.
Roter Granit
Der charakteristische rote Granit
des åländischen Urgesteins ist fast überall im Inselreich zu sehen,
besonders eindrucksvoll aber an den Küsten und auf den Inseln. Der rote
Granit wird auf Åland als Straβenbelag verwendet, weshalb sowohl
kurvige Kieswege als auch asphaltierte Straβen in dieser spezifischen
rötlichen Nuance leuchten.
Auf dem Lande
Ålands Natur ist im Frühling und
Vorsommer besonders spektakulär, wenn die Laubgehölzwiesen, die wie
Mosaike aus Büschen und offenen Lichtungen wirken, in ihrer
Blütenpracht förmlich explodieren. Von April bis Mai blühen
Leberblümchen, Anemonen, Scharbockkraut, Lerchensporn, Schlüsselblume
und verschiedene Orchideenarten. Danach folgen die typischen
farbenfrohen „Mittsommerblumen“ wie z. B. Kornblume, Klatschmohn und
Margariten sowie rote Lichtnelke und Bachnelkenwurz. Besonders schöne
Laubgehölzwiesen gibt es in den Naturschutzgebieten „Tullarns Äng" in
Mariehamn, „Höckböle“ in Geta und „Ramsholmen“ in Jomala.
Eine weitere Landschaftsform, die durch Weidetiere entstand, zeigt
sich an vielen Stellen auf Åland, besonders auf den Schäreninseln. Wo
der Boden trockener ist, fühlen sich Wacholderbüsche, Glockenblumen,
Katzenpfötchen, Rotklee und Heidenelke besonders wohl. Diese Geländeart
fällt besonders ins Auge im Naturschutzgebiet „Herrön“ in Lemland und
in der Gegend um die vorgeschichtliche Stätte „Bornboda“ in Sund.
Die Schären
In den Schären und an den Küsten
entlang stehen oft lichte Nadelwälder mit windgepeitschten
Krüppelkiefern. Je weiter im offenen Meer, desto weniger bewachsen ist
der Boden, und ganz weit drauβen in den äuβersten Schären schauen nur
karge Felsrücken aus dem Wasser. Auf den kleinen kahlen Schären
gedeihen nur einige wenige kräuterähnliche Arten. Lassen Sie sich auf
einem sonnenwarmen Felsen nieder, fühlen Sie Sonne und Wind im Gesicht
und atmen Se den Geruch von Tang und Meer - vor sich sehen Sie nur auf
Wasser und Horizont. Dieses Empfinden ist so unbeschreiblich, dass Sie
es nie vergessen werden.