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Von Ferrara nach Mariehamn. Der Schmuckhersteller und -designer Roberto Ferrari entdeckte seine Leidenschaft für Silberschmuck in den bunten 1970er Jahren in Italien. Inzwischen kreiert er Schmuck, dem die åländische Natur und der åländische Granit ihre unverkennbare Prägung verliehen haben.

Ein Mitsommerfest und eine junge Åländerin sorgten dafür, dass der Italiener Roberto Ferrari sich auf Åland niederließ. Gut dreißig Jahre später kann er feststellen, dass er sich Åland wirklich zu eigen gemacht hat: in seinem ele-kele-pressade blommorSchmuck hat er die Insel eingefangen. In der Boutique, die er zusammen mit seiner Frau Siv Ferrari, der Dame vom Mitsommerfest, betreibt, ist filigraner Silberschmuck aus glatt geschliffenen Granit aus åländischem Granit und aus gepressten åländischen Blumen ausgestellt.

„Wir pflücken und pressen die Blumen selbst. Das ist viel Arbeit“, sagt er, und zeigt auf den kleinen, medaillonähnlichen Schmuck, der von feinen Silberelementen umgeben ist.

„Wir arbeiten unter anderem mit Vergissmeinnicht, Wiesenkerbel, Gamander-Ehrenpreis und Leberblümchen“, erzählt Siv Ferrari.

Auch der Granit stammt aus Åland, wird aber von einem Freund von Roberto Ferrari in Italien bearbeitet.

„Er hat eine Spezialmaschine. Marmorbearbeitung hat in Italien eine lange Tradition, deswegen wird die Qualität so gut.

Der Schmuck aus Granit verkauft sich hervorragend, besonders im Sommer, wenn viele Touristen den Schmuckladen besuchen.

„Sie möchten ein Stückchen Åland mit nach Hause nehmen. Sie sind immer sehr fasziniert von den roten Wegen.“

Lehre in der Heimatstadt

Roberto Ferrari stellt seit mehreren Jahrzehnten Schmuck für Einheimische und Touristen her. Seine Karriere als Silberschmied begann jedoch Tausende Kilometer entfernt in Ferrara.

„Während der Hippizeit gab es in Ferrara zwei Schmuckhersteller. Sie verwendeten Silberdraht und fuhren extra nach München, um das Material zu kaufen. Beides war in dieser Zeit eine große Sache – Schmuck herzustellen und nach München zu fahren“, erklärt er lachend.

Zusammen mit einigen Mitschülern begann Robert Ferrari, die Schmuckhersteller zu besuchen und das Handwerk zu erlernen.

„Wir machten beispielsweise kleine Blumen, die zusammenhingen. Ich muss so um die 17 gewesen sein. Bevor er sich mit 25 Jahren entschied, nach Schweden zu ziehen, verkaufte er Schmuck auf den Märkten in der Stadt.

„Damals war Schweden für Italiener sehr exotisch.“

Der Laden ist nach den Söhnen benannt

Er hatte gut zehn Jahre in Schweden gewohnt, bevor er auf dem schicksalhaften Mittsommerfest auf Åland seiner zukünftigen Frau begegnete. Er ließ sich auf der Insel nieder und begann seine Schmuckkariere auf Åland mit der Herstellung von Namenskettchen außerhalb von Varmans. Die Ketten waren beliebt, im Sommer konnte es mitunter eine Schlange an seinem Stand geben.

„Das Schönste ist, dass manchmal Leute kommen, die damals, als sie ihr Namenskettchen bekamen, fünf oder sechs Jahre alt war. Jetzt soll dann zum Beispiel ihre Tochter ein Schmuckstück mit ihrem Namen bekommen“, erklärt er.

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Bevor er die Schmuckboutique Ele & Kele eröffnete, die nach seinen Söhnen Michele und Emanuele benannt ist, führte er eine Spaghetteria in der Stadt.

„Das Lokal hieß Peperoni, ich hatte es ein Jahr lang. Aber dann zog es mich doch zum Schmuck zurück.“

Und dabei will er auch bleiben. Nach mehr als 40 Jahren ist die Leidenschaft für die silbrigen Drähte kein bisschen abgekühlt und wird das wohl auch künftig nicht tun.

„Heute macht es mir mehr Spaß denn je. Ich sitze gerne an meinem Tisch im Laden und bin kreativ.“

 

Text: Heidi Hendersson/ Åland Just Nu 6/2014. Die gesamte Veranstaltungszeitschrift und den Artikel finden Sie hier.


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